MICE DESK in den USA: Warum Group & Convention Sales beidseits des Atlantiks vor denselben Herausforderungen steht

MICE DESK auf der Startup Pitch Night von German Accelerator in Miami

Tigran Manvelyan (ganz rechts) und Bernd Fritzges (2. von rechts) auf der Startup Pitch Night des German Accelerator Programms in Miami.

Das Team von MICE DESK hat die erste US-Phase im German Accelerator Programm abgeschlossen. Zwei Wochen zwischen Miami, Phoenix, Las Vegas, Washington und New York haben eine zentrale Erkenntnis bestätigt: Die operativen Herausforderungen im Group & Convention Sales sind in den USA und Europa erstaunlich ähnlich.

Für uns ist das ein starkes Signal für die nächste Wachstumsphase. Denn wenn Hotelgruppen auf beiden Seiten des Atlantiks mit denselben Engpässen kämpfen, steigt der Bedarf an skalierbarer Convention Sales Automatisierung deutlich.

Vom 20. April bis 2. Mai 2026 waren unser Founder & CEO Bernd Fritzges und Co-Founder & CTO Tigran Manvelyan in den USA unterwegs. Anlass war die erste Immersion Week im German Accelerator US Market Access Program der Start2 Group. Ergänzt wurde die Programmwoche durch acht weitere Termine mit potenziellen US-Kunden auf Headquarter- und Property-Ebene.

Für uns ist dieser Schritt ein besonderer Meilenstein: Im Programmjahrgang 2026 ist MICE DESK das einzige deutsche Unternehmen aus dem Hospitality-Tech-Segment. Noch wichtiger als diese Einordnung ist jedoch die zentrale Erkenntnis der Reise: Die Probleme, die Hotels im Group & Convention Sales in den USA beschäftigen, sind nahezu identisch mit denen, die wir aus Europa kennen.

Von Miami aus in den US-Markt

Der verpflichtende Teil des Programms fand vom 20. bis 24. April in Miami statt. Im Mindspace Wynwood und im Industrious Brickell arbeitete das Gründerteam gemeinsam mit Mentoren, dem Programmteam von Start2 sowie dem Miami-Dade Beacon Council an zentralen Fragen des US-Markteintritts.

Im Fokus standen unter anderem:

  • Pricing-Logiken für den US-Markt

  • Partnermodelle mit Hotelgruppen und Technologieanbietern

  • regulatorische Rahmenbedingungen

  • Besonderheiten amerikanischer RFP-Strukturen

  • Skalierungspotenziale für KI-gestützte Hotel MICE Software

Gleichzeitig bot Miami einen idealen Ausgangspunkt, um Kontakte in das Hospitality- und LatAm-Netzwerk zu knüpfen.

An die Programmwoche schlossen sich weitere Kundentermine in Phoenix, Las Vegas, Washington und New York an. Die Gespräche fanden sowohl mit großen US- und internationalen Hotelgruppen als auch auf Property-Level statt. Aus mehreren Terminen sind konkrete Pilot- und Kooperationsanbahnungen entstanden. Bereits während der Reise konnten wir erste US-Kunden gewinnen.

Die zentrale Erkenntnis: „Same same“ im Group & Convention Sales

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der Reise klingt zunächst überraschend einfach: Die operativen Herausforderungen im Group & Convention Sales sind auf beiden Seiten des Atlantiks strukturell sehr ähnlich.

Hotels in den USA kämpfen mit denselben Themen, die wir aus der DACH-Region und anderen europäischen Märkten kennen:

  • fragmentierte Anfragekanäle

  • manuelle Bearbeitung mehrtägiger RFP-Strecken

  • unterschiedliche Antwortlogiken zwischen Marke und Property

  • Brüche zwischen PMS, Sales & Catering und CRM

  • hoher Zeitdruck bei gleichzeitig knappen personellen Ressourcen

  • fehlende Transparenz im Angebots- und Follow-up-Prozess

Für uns bestätigt das eine zentrale Annahme: unsere Plattform Rocket AI muss für den US-Markt nicht grundsätzlich neu gedacht werden. Die Plattform adressiert bereits heute genau die operativen Engpässe, die auch amerikanische Hotelgruppen im Alltag erleben.

Entscheidend ist daher weniger eine komplette Neuentwicklung als vielmehr die richtige Konfiguration für Markt, Systemlandschaft und Eingangskanäle. Genau hier liegt ein wichtiger Vorteil für internationale Hotelgruppen, die ihre Gruppenanfragen schneller bearbeiten und ihre Vertriebsprozesse skalierbarer aufstellen möchten.

Der große Unterschied: In den USA dominieren Portale

Ein struktureller Unterschied wurde in den Gesprächen jedoch sehr deutlich: Während im deutschen Markt nach wie vor ein Großteil der Gruppenanfragen direkt und formlos per E-Mail eingeht, ist der US-Markt deutlich stärker portalgetrieben.

Vor allem Cvent spielt eine zentrale Rolle. Hinzu kommen zahlreiche Third-Party-Agenturen und Plattformen, die Anfragen über unterschiedliche Wege und Formate einreichen.

Für uns ist das kein grundsätzliches Architekturproblem, sondern ein Skalierungsthema. Rocket AI unterstützt bereits heute die direkte Anbindung an Portale, auch dort, wo keine offene API vorhanden ist. Die dafür entwickelte Systematik ermöglicht es, fragmentierte und wenig standardisierte Portallandschaften strukturiert in einen automatisierten Verarbeitungsweg einzubinden.

Gerade für internationale Hotelgruppen ist das entscheidend: Wer Group & Convention Sales automatisieren möchte, muss nicht nur E-Mail-Anfragen verstehen. Er muss auch komplexe Portalstrukturen, Third-Party-RFPs und unterschiedliche Datenformate in einen einheitlichen Prozess überführen können.

Technischer Benchmark mit Unternehmen aus dem Silicon Valley

Neben den Kundenterminen stand auch der technologische Austausch im Fokus. Das Gründerteam nutzte die Reise, um die Architektur und den Reifegrad der agentischen KI-Komponenten von Rocket mit dem US-Stand der Technik abzugleichen.

Das Ergebnis war für uns ein starkes Signal: Die Plattform steht im internationalen Vergleich sehr gut da. Besonders bei der Anbindung fragmentierter Hotel-Systemlandschaften sehen wir einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Aus dem Austausch mit Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley hat unser Engineering-Team bereits einen konkreten nächsten Architekturschritt abgeleitet. Ziel ist es, künftig jedes hotelseitige Tech-Setup innerhalb weniger Tage anbinden zu können.

In einem Markt mit einer hohen Vielfalt an PMS-, Sales-&-Catering- und CRM-Systemen ist genau das ein zentraler Skalierungshebel. Für Hotelgruppen bedeutet das: KI-gestützter Vertrieb im Hotel wird erst dann wirklich wirksam, wenn er tief in bestehende Systeme integriert ist und operative Prozesse nicht zusätzlich verkompliziert.

Stimmen aus dem Gründerteam

„Wir sind als einziges deutsches Hotel-Tech-Unternehmen in dieses Programm aufgenommen worden und kommen mit einer ungewöhnlich klaren Erkenntnis zurück: Die Probleme amerikanischer Hotelgruppen sind identisch mit den europäischen. Wir haben aus dieser Reise neue US-Kunden mitgebracht- der Markteintritt ist für uns damit keine Hypothese mehr, sondern eine Frage der Ausführung.“
Bernd Fritzges, Founder & CEO MICE DESK

Auch aus technischer Perspektive hat die Reise wichtige Klarheit geschaffen:

„Wir sind auch mit der Frage in die USA gefahren, wo wir technisch stehen. Die Antwort ist eindeutig: Wir sind nicht hinten. An der entscheidenden Stelle- der Anbindung an die fragmentierte Hotel-Systemlandschaft- sind wir sogar einen Schritt weiter. Das war kein Wunschresultat, das war der direkte Vergleich.“
Tigran Manvelyan, Co-Founder & CTO MICE DESK

Ein weiterer Schritt in Richtung internationaler Skalierung

Die USA-Reise war für uns mehr als ein Programmbaustein. Sie war ein Realitätscheck für Markt, Produkt und Skalierbarkeit.

Die Gespräche mit Hotelgruppen, der Austausch mit Technologieunternehmen und die ersten konkreten Pilotanbahnungen zeigen: Der Bedarf für automatisierte, agentische Lösungen im Group & Convention Sales ist international vorhanden. Rocket trifft auf ein Problem, das nicht lokal begrenzt ist.

Die zweite verpflichtende Programmphase findet im Juli 2026 in San Francisco statt. Dort stehen Pitches im Silicon Valley, Follow-up-Termine zu den begonnenen Gesprächen und der weitere Ausbau des US-Netzwerks auf der Agenda.

Parallel bereiten wir den schrittweisen Aufbau einer lokalen Präsenz in den USA vor. Die in den USA gewonnenen Kunden bilden dafür einen wichtigen Vorbau.

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